Rettungsdienst mit Qualität
Deutsches Rotes Kreuz leistet zertifizierte Hilfe
Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Rheinland-Pfalz ist nach einem 18-monatigen Qualifizierungsprozess vom TÜV Süd nach der ISO-Norm 9001:2008 zertifiziert worden. Am 13.09.2010 wurden die Zertifizierungsurkunden beim DRK-Landesverband in Mainz vom TÜV Süd an die beteiligten Rotkreuz-Organisationen überreicht. Auch der Rettungsdienst des DRK Kreisverbandes Trier-Saarburg hat dabei die geforderten Nachweise erbracht und die Voraussetzungen zur Erteilung der Qualitätsnorm erfüllt. Der stv. Kreisgeschäftsführer Manfred Jochem, der Leiter Rettungsdienst Bernhard Stocky und der Qualitätsmanagement-Beauftragte Frank Geller nahmen in Anwesenheit weiterer Mitarbeiter und des DRK Landesgeschäftsführers Albrecht die Urkunde entgegen.
Das Rote Kreuz hat den notwendigen Qualifizierungsprozess im November 2008 begonnen und das Projekt im Juli diesen Jahres abgeschlossen. Nun gelten für alle Rettungswachen einheitliche Verfahrensanweisungen, nachdem Abläufe kritisch hinterfragt und anschließend optimiert wurden. Die Mitarbeiter waren von Beginn in den Prozess mit einbezogen, denn ihr Wissen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der zur Optimierung der Leistung beiträgt. Dazu wurde u.a. ein betriebliches Vorschlagswesen eingeführt. Parallel zum Qualitätsmanagement wird vom DRK-Landesverband zusammen mit den Rettungsdienst betreibenden Organisationen eine elektronische Plattform zur Abbildung aller QM-relevanten Prozesse entwickelt. Zweck dieser Plattform ist eine Vereinfachung der Prozesse. Durch eine elektronische Abwicklung der betriebsrelevanten Vorgänge werden diese leichter mess- und überwachbarer. Fehler und Abweichungen können damit schneller erkannt und behoben werden.
DRK Landesgeschäftsführer Albrecht ist sich sicher, dass der Qualifizierungsprozess mit dazu beiträgt, den Rettungsdienst des Roten Kreuzes noch effektiver zu machen. „Das wird auch bei unseren Patienten ankommen, sie können sich auf das Rote Kreuz verlassen“. Von einem wirksamen QM-System profitieren alle Seiten. Das Rettungsdienstpersonal wird in der Verantwortung gestärkt und die Patienten werden infolgedessen besser betreut. Notärzte arbeiten mit einem kompetenten Team zusammen. „Qualitätsmanagement wird im Gesundheitswesen zum selbstverständlichen Führungsinstrument“, so der TÜV SÜD. Das haben die Verantwortlichen beim Deutschen Roten Kreuz frühzeitig erkannt.
Das DRK wird seinen Weg konsequent weitergehen und das bestehende Systeme laufend weiterentwickeln.
Im Rettungsdienst des DRK Kreisverbandes Trier-Saarburg werden 6 Krankenwagen, 7 Rettungswagen, 1 Intensivtransportwagen und 3 Notarzteinsatzfahrzeuge vorgehalten. Die 16 Fahrzeuge fuhren im vergangenen Jahr mehr als 26.000 Einsätze. Dabei legten Sie fast 1 Million Kilometer zurück. Das entspricht ca. 25 Erdumrundungen. In den 6 Rettungswachen mit 24-stündiger Einsatzbereitschaft in Hermeskeil, Konz, Schweich, Saarburg, Ehrang und Zerf sind jährlich 171.000 sogenannte Vorhaltestunden zu erbringen. Diese leisten 61 hauptamtliche Mitarbeiter, die von ca. 80 ehrenamtlichen Helfern mit 9.000 und 110 Aushilfskräften mit über 25.000 Stunden unterstützt werden. Dazu kommen Zivildienstleistende und FSJler mit bisher durchschnittlich 15.000 Stunden. Zudem stellt der DRK Kreisverband 4 Mitarbeiter in die Rettungsleitstelle Trier ab.


